Schule, Humor und Kollegium

Lehrerzimmer

Schule reimt sich nicht auf Leben, nun ja, so ist das eben. Humorvolle Kurzgeschichten, Anekdoten und skurrile Beobachtungen aus Unterricht, Pause und Kollegium.

KurzgeschichtenGedichteAnekdotenSchulhumor
School book Illustration

Für wen ist diese Seite?

Für Lehrkräfte, Kollegien und alle, die den Schulalltag mit Humor nehmen.

  • Humorvolle Kurzgeschichten und Anekdoten aus dem Schulalltag
  • Satirische und skurrile Beobachtungen über Chaos, Medien, Kollegium und Unterricht
  • Kreative Texte mit einem Augenzwinkern für den Zwischenraum Unterricht und Pause
  • Alltagserlebnisse in Schule literarisch aufgearbeitet

Schule, Chaos und ein Hauch Magie

Buchcover Schule, Chaos und ein Hauch Magie

Hier verschwinden Klassenbücher auf mysteriöse Weise, sprechen Radiergummis und Bücher aus der Bibliothek planen eine Revolution.

Im Zentrum des Geschehens: Ein liebenswerter Schulleiter, zwei einfache Schulsozialarbeiter, pragmatische Denker mit trockenem Humor und unerschütterlichem Optimismus, und ein Geist, der das Chaos mit einer guten Portion Sarkasmus kommentiert.

Tauchen Sie ein in eine Welt, in der Magie und Schulalltag aufeinanderprallen, skurrile Gestalten den Ton angeben und selbst der staubige Teppich eine Geschichte zu erzählen scheint.

Ein Buch voller absurd-witziger Kurzgeschichten über das Leben an einer Schule, die so lebendig ist, dass sogar ihre Wände ein Geheimnis bergen.

Perfekt für alle, die den Humor im Wahnsinn des Alltags zu schätzen wissen.

Dezember 2024

Das Elterngespräch öffnen

Kurze Pointen aus dem Schulalltag

Humorvolle Figur

Letzte Reihe

Lehrerin: „Kann man mich in der letzten Reihe auch hören?“

Schüler: „Ja, aber dafür müssen Sie sich nicht entschuldigen.“
Schachbrett

Schachunterricht

Lehrer: „Daniel, wie viele Felder hat die Grundreihe auf einem Schachbrett?“

Daniel: „8!“

Lehrer: „Und davon die Hälfte?“

Daniel: „Halb 8!“

Stimmt ja, irgendwie...

Kariertes Muster

Deutsch

Adjektive: Finde das Gegenteil

krank - gesund
hell - dunkel
pünktlich - kariert
Hase mit Möhren

Katholische Religion

Frage: Welche Geschenke brachten die drei Weisen dem Jesuskind mit?

Antwort: Gold, Weihrauch und Möhre
Dunkles Platzhalterbild

Biologie

Lehrer: „Wie bezeichnet man eine Gruppe von Wölfen?“

Schülerin: „Wolfgang.“
Trainiertes Gehirn

Bundesweiter Warntag

(Sirenen heulen auf / Handymitteilungen erklingen)

Mädchen in der letzten Reihe: „Aaaah, Zombie-Apokalypse!“

Lehrer: „Zombies essen Gehirn. Hier suchen die als Letztes.“

Schüler in der ersten Reihe: „Hö, hö, hö, hö, hö! Hä, warum?“

Geschichten und längere Texte

Spinne

Die Lehrerin und die Spinne

Eine Kollegin erzählte an einem Freitag in der großen Pause, wie sie ihre aufgeregten Grundschüler beruhigte, als eine große Spinne im Klassenraum auftauchte. Obwohl sie selbst Angst vor Spinnen hat, bewies die Lehrerin Mut und griff zu einer kleinen Notlüge.

Gedicht mit Vorlese- und Hörfassung öffnen

In der Schule, frisch und munter, sitzt die Klasse, putz und bunter. Frau Renner ruft: "Nun, Kinderlein, muss heute eine Pause sein!" Doch was krabbelt dort denn an der Wand, mit acht Beinen - unbekannt? Eine Spinne, groß und schwarz, schleicht behände bei den Charts. Die Kinder schauen voller Schreck, "Weg, Frau Renner! Mach sie weg!" Doch Ruth Renner, klug und rein, fängt das Spinnchen flink und fein. Mit dem Lineal, schnell und keck, trifft die Spinne - huch ein Fleck. Ein Schlag - die Spinne liegt nun flach, bekam ja eins aufs Spinnendach. Die Kinder blicken bang und stumm: "Lebt sie noch? Ist sie nun krumm?" Da lächelt Ruth und spricht ganz sacht: "Die Spinne schläft, so wie gedacht. Ich bring’ sie raus in Wald und Flur, dort wird sie wach - glaubt's mir nur!" Und die Kinder, brav und fromm, glauben ihr und blicken stumm. Denken sich: "So soll es sein, die Spinne schläft im Sonnenschein." Die Kinder blickten fröhlich drein, glauben fest, das kann schon sein. Glauben fest an ihre Mär, dass Spinnen schlafen - bitte sehr. Doch draußen, hinter Busch und Baum, endet dann der Spinnentraum. Frau Renner wischt sich froh die Hände: "Die Sache hat ein gutes Ende!" So lernt die Klasse von der Ruth: manchmal braucht man etwas Mut. Eine gute, feine Tat, die mehr Schein als Wahrheit hat. Fazit: Ein kleines Märchen lindert Not!
Schüler mit Rucksack

„Wo kann man das eigentlich studieren, Sozialpsychopath?“

Mit einem leichten Anflug von Nervosität, dem Nervositätsäquivalent einer kleinen Wolke, die in der Ferne nach Regen riecht, betrat Freddy das Schulgelände. Es war eine jener Schulen, die sich selbst für „nichts Besonderes“ hielt und genau dadurch besonders wurde. Graue Pflastersteine, rote Klinker, Schüler, die in Grüppchen standen, als ob sie bei einem geheimen Club mit der Tagesordnung „Wie verhindere ich Mathe?“ eingeschrieben wären, kurz, die perfekte Mischung aus Routine und Chaos.

Freddy war der allererste Schulsozialarbeiter, den diese Schule je hatte. Ein Premierenereignis, das in gewisser Weise dem ersten Auftritt eines Clowns in einer Löwenarena ähnelte.

Auch die Lehrer beäugten Freddy anfangs skeptisch, als wäre er ein exotisches Wesen aus einer fremden Welt, das sich in ihren Alltag verirrt hatte.

„Was genau macht ein Schulsozialarbeiter eigentlich?“, fragte eine ältere Lehrerin Freddy im Vorbeigehen, die sichtlich noch nicht ganz verstanden hatte, warum Freddy plötzlich da war. „Ich bin hier, um den Schülern zu helfen, die Probleme haben und oder machen“, antwortete Freddy, woraufhin die Kollegin nur schmunzelnd weiter ging und sagte: „Viel Glück.“

Freddys Büro war geräumig, wenn man unter „geräumig“ versteht, dass es genug Platz gab, um entweder einen Stuhl oder einen Gedanken hineinzulassen, aber nicht beides. Die Pflanze, ein halbverdorrtes Ding, das aussah, als hätte es seinen letzten Willen schon zweimal diktiert, war sein einziges Einrichtungsstück von Persönlichkeit.

Es klopfte es an der Tür. Ein Neuntklässler trat ein. Der Junge hatte diese besondere Mischung aus Neugier und Verachtung in den Augen, die nur Teenager und wirklich gelangweilte Katzen so perfekt hinbekommen.

Ohne sich vorzustellen fragte er geradeaus: „Wo kann man das eigentlich studieren, Sozialpsychopath?“

Freddy musste sich ein Lachen verkneifen. Lächelnd antwortete er: „Das kann man nicht studieren, entweder man ist es, oder man ist es nicht.“

Der Junge nickte und sagte: „Alles klar. Sie können sich gerne mal um etwas kümmern. Der Getränkeautomat hat meine Münze gefressen. Können Sie da was machen?“

„Vielleicht können wir ein diplomatisches Gespräch mit dem Hausmeister als zuständige Person führen“, schlug Freddy vor. Der Junge schaute skeptisch. „Und wenn das nicht klappt?“

„Dann greifen wir zu härteren Maßnahmen“, meinte Freddy. „Ich kenne einen hervorragenden Schraubenzieheranwalt.“

Der Neuntklässler schien beeindruckt, was bei Teenagern ungefähr so selten ist wie eine totale Sonnenfinsternis auf Abruf. „Cool“, sagte er und verschwand. Der Anfang war gemacht.

Gruppe im Lehrerzimmer

Das Lehrerzimmer

Ein Ort, der in der Schülerfantasie mit dem Olymp der Götter konkurriert. Ein Raum, umhüllt von einem Schleier aus Geheimnis und Gerüchten, so dicht wie ein Nebel aus frisch gemahlenen Kaffeebohnen. Ein Labyrinth aus Büchern, die wie uralte Zauberbücher aussehen, und Kaffeetassen, die mit geheimnisvollen Symbolen verziert zu sein scheinen.

In diesem Tempel des Wissens regieren die Lehrer, die Hohepriester des Unterrichts, die Orakel der Hausaufgaben. Und pünktlich zum Pausenbeginn, als schlüge es zur Stunde Null, versammeln sich die Schüler vor der Tür des Lehrerzimmers, wie ein Heer von neugierigen Ameisen vor einem Zuckerstück.

„Ist Frau Meyer da?“, „Was machen wir heute im Unterricht?“, „Ich brauche einen Kühl-Akku!“, „Mir ist schlecht!“.

Die Tür zum Lehrerzimmer, ein Portal zu einer anderen Dimension. Hinter ihr lauern die Lehrer, inmitten von Papierbergen, die wie schneebedeckte Berge in einer Fantasiewelt wirken, und vollgekleisterten Pinnwänden, die an die Wände eines mittelalterlichen Zauberer-Turms erinnern.

„Oh mein Gott, hier riecht es aber nach Kaffee!“, flüstert ein Sechstklässler, der das Lehrerzimmer zum ersten Mal betritt. „Ja, das ist das Ritual der Lehrer“, erklärt ein kundiger Zehntklässler. „Sie trinken Kaffee, um ihre magischen Kräfte zu aktivieren.“

Im Schlepptau befindet sich ein Mädchen aus der dritten Klasse, das ihre Kunstlehrerin fragte: „Bitte, bitte, bitte! Ich muss unbedingt wissen, was wir im Kunstunterricht machen!“

Ein Kollege, der gleichzeitig die Lehrerzimmertür passierte, nuschelte leise: „Sind wir Lehrer oder sind wir Türsteher?“

„Wir malen ja immer“, sagte die Lehrerin, „aber heute vielleicht mit Farbe.“

„Mit Farbe?“, fragte die Schülerin, die Augen voller Unglauben. „Ist das gefährlich?“

„Nein, keine Angst. Nur Wasserfarbe.“

Die Schülerin seufzte, als wäre ihr ein großer Traum zerplatzt. „Ach so. Also alles wie immer.“

Das Lehrerzimmer bleibt dabei von Generation zu Generation ein Ort der Legenden, ein Ort der Fragen, ein Ort, an dem die Fantasie der Schüler und die Geduld der Lehrer in einem ewigen Tanz vereint sind.

Berglandschaft

Beamtendeutsch

Wie immer studierten alle Lehrer nach Erscheinen des neuen Schulverwaltungsblattes den amtlichen Teil mit Eifer. Schließlich gehört es zu ihren Pflichten, das offizielle Schreiben des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Kenntnis zu nehmen.

Eigentlich lief der Tag wie jeder andere, doch heute war da dieser eine neue Erlass des Kultusministeriums, der ihm Kopfschmerzen bereitete. Obwohl er den Artikel mehrmals las, hatte er das Gefühl, als hätte jemand die deutsche Sprache genommen, sie durch einen Fleischwolf gedreht und dann in Form eines offiziellen Dokuments wieder ausgespuckt.

Neben ihm saß die Referendarin. Sie fragte vorsichtig: „Was genau bedeutet das hier?“ Dann las sie einen endlosen Satz über curriculare Inhalte, didaktische Prämissen, Kerncurricula, heterogene Lernausgangslagen und adaptive Lernprozesse vor.

Der Kollege nahm einen tiefen Schluck Kaffee, blickte auf den endlosen Satz, der sich wie ein unüberwindbarer Berg vor ihm auftürmte, und sagte dann: „Tja, das bedeutet wohl... na ja, wir sollen halt unterrichten. Irgendwie.“

Eine weitere Kollegin stürmte herein. „Kollegen“, begann sie und wedelte mit einem Stapel Papier, „habt ihr den neuen Erlass schon gelesen?“

„Ja“, rief der ältere Kollege und hob seine Kaffeetasse. „Ich versuche gerade, ihn zu verstehen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es was mit Unterricht zu tun hat.“

Der erfahrene Kollege lächelte breit. „Wir könnten es als neues Rätsel in der Schülerzeitung abdrucken. Wer den Erlass richtig entschlüsselt, bekommt einen Gutschein für die Mensa.“

Alle unterschrieben die Liste, in der festgehalten wurde, dass alle Kollegen ihrer Verpflichtung nachkamen, das Schulverwaltungsblatt gelesen zu haben, und gingen dann in den Unterricht.

Godzilla Illustration

Wie Godzilla in Tokio

Es war ein Tag wie jeder andere, bis der Rektor an meine Tür klopfte und eine verzweifelte Bitte äußerte: „Kannst du den Schulkindergarten übernehmen? Die Lehrerin ist verhindert und hat gerade abgesagt. Ich habe niemanden anderen.“

Mein erster Gedanke: „Warum nicht? Zwar gehört dies nicht zu meinen Aufgaben, aber eine Hand wäscht die andere.“

Als ich den Kindergarten betrat, meldete sich der zweite Gedanke: „Das war ein Fehler!“

Ich fühlte mich wie Godzilla in Tokio, ein riesiges Ungeheuer inmitten einer Stadt voller kleiner, lauter Menschen. Die Kinder waren eine Mischung aus Energiebombe und Katastrophenszenario.

„Haben wir heute bei dir?“, „Was machen wir?“, „Wie heißt du?“, „Darf ich dich drücken?“, „Herr Rums, mein Schuhband ist auf, kannst du mir helfen?“, „Ich habe mir in die Hose gemacht.“, „Herr Rums, ich muss auf die Toilette!“

Ich kam mir vor wie ein Ordnungshüter bei einer Massenpanik. Meine Bemühungen, Struktur zu schaffen, scheiterten desaströs.

Ich war sehr froh, als endlich die Stundenglocke bimmelte und ich den Schulkindergarten verlassen und den „Stab der Aufsicht“ an den nächsten Kollegen weitergeben durfte.

Nie wieder Godzilla in Tokio!

Anekdoten und Alltagswahnsinn

Vier-Gewinnt-Spiel

Fehlentscheidung

Kauf dir ein großes Vier-Gewinnt-Spiel für dein Büro, hat sie gesagt.

Die Kinder spielen das gerne, hat sie gesagt.

Das ist ein wunderschönes Spiel, hat sie gesagt.

Was sie nicht gesagt hat, die verehrte Kollegin: ein großes Vier-Gewinnt-Spiel macht so viel Krach wie ein startendes Großraumflugzeug am Frankfurter Flughafen.

„Danke, habe ich gesagt!“

Mathearbeit Cartoon

Prioritäten setzen

Kreativität schlägt Quantität oder: Wenn aus DIN A4 plötzlich DIN A5 wird.

Ein Kollege erzählte in der ersten großen Pause im Lehrerzimmer mit einem gequälten Grinsen von einer bemerkenswert kreativen Deutscharbeit. Die Aufgabe war klar: „Schreibe eine ganze DIN-A4-Seite Text. Zwischen jede beschriebene Zeile lässt du bitte eine freie Zeile.“

Ein Schüler stellte fest, dass er nicht genügend Text formuliert bekam, und griff zu einer anderen Methode. Mit chirurgischer Präzision entfernte er kurzerhand das untere Drittel des Blattes. Plötzlich wirkte die halbfertige Arbeit wie eine „volle DIN-A4 Seite“.

Auch die zweite Arbeitsanweisung löste er kreativ. Zwischen der ersten und der zweiten Zeile ließ er brav eine Zeile frei, wie gefordert. Danach allerdings nicht mehr.

Kommentar im Lehrerzimmer: „Also bitte, er hat eine Zeile frei gelassen, das ist doch schon einen Punkt wert!“

Kollegium

Hexe bei Nacht

Meine Arbeitskollegin

Wie soll ich meine Arbeitskollegin, nennen wir sie mal Sabina, beschreiben? Am besten wohl durch ein paar kurze Anekdoten, die ihre einzigartige Art auf den Punkt bringen.

Nicht nur, dass sie keine Gelegenheit auslässt, sich über mich lustig zu machen, nein, sie hat auch ein besonderes Talent dafür, sich bei anderen Kollegen im Umgang mit mir als Opfer darzustellen. Dies zelebriert sie jedes Mal mit einem Gelächter, das jeder Hexe in der Walpurgisnacht neidisch machen würde.

Man stelle sich eine besonders hexenhaft aussehende Gestalt auf einem Besen vor, die fliegend ein großes Lagerfeuer umkreist, wenn es ihr mal wieder gelungen ist, die Kollegen in dem Irrglauben zu bestärken, dass sie unter mir in unserem Büro doch so sehr zu leiden habe.

Dieses Selbstverständnis findet sich auch in ihrem Bewusstsein darüber wieder, welche Aufgaben sie übernehmen soll und welche nicht. Wenn sie mal wieder etwas partout nicht machen möchte, zückt sie ihr Ass im Ärmel: Sie tippt sich blitzschnell an die Nase und schreit „Nasenspiel!“

Für Sabina ist das der ultimative Trumpf, die eiserne Regel, die alles entscheidet. Wer zuerst die Nase berührt, hat automatisch recht. Alle anderen dürfen, ja müssen dann nach Sabinas Pfeife tanzen.

Nun ist es so, dass sie an unserer Schule unter anderem für den Verkauf von T-Shirts und Hoodies verantwortlich ist. Die Übernahme dieses Arbeitsbereiches konnte sie auch durch ihr „Nasenspiel“ nicht verhindern.

Eines Morgens betrat eine Kollegin unser Büro, ausgerechnet an einem Tag, an dem Sabina nicht anwesend war. Die Kollegin bat darum, sich ein T-Shirt aus dem Fundus zu nehmen, da sie am nächsten Tag zusammen mit dem Schulleiter einen Verleihungstermin beiwohnen müsse.

Ich informierte pflichtbewusst Sabina darüber, dass ein T-Shirt in Größe M aus ihrem sorgfältig gehüteten Sortiment verschwunden war. Sie schien darüber alles andere als erfreut, schwieg aber.

Am nächsten Tag monierte Sabina, dass sich die „T-Shirt-Kollegin“ immer noch nicht bei ihr gemeldet hätte, um die Sache aufzuklären.

Mein Einwand, dass die besagte Kollegin heute gar keine Gelegenheit dazu hatte, ließ meine Büronachbarin auf ihre ganz besondere Art reagieren: Sabina hielt mit beiden Händen ihr Handy hoch, als wolle sie es den Göttern als Opfer darbringen.

Sie fragte in einem pastoralen Ton: „Waaaas iiiiiist das hiiiiiiier? Waaaaaas iiiiiiist daaaaaaas füüüüüüür eine Erfinduuuuuuuung?!“ Untermauert wurde ihre Kirchengesangsdarbietung durch ein lautes „Halleluja“ am Ende jedes Satzes.

Ja, das ist meine Bürokollegin Sabina!

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